Bull’s Eye – Die Protagonisten: Menschen wie Du und ich

Das Manuskript: Ist abgeschlossen.
Die ersten Testleser: Sind dran.
Lektorat und letzte Korrekturen: Laufen.

Ein guter Moment also, sich einmal in Ruhe mit den Protagonisten dieser Geschichte auseinanderzusetzen. Menschen wie Du und ich. Aus dem Leben gegriffen.

Denn dieser Roman lebt nicht von Action oder billigen Effekten – er lebt von den Figuren, die ihn tragen. Die mitten im Leben stehen und uns an ihren Routinen, ihren Brüchen, ihrem Humor und ihren Widersprüchen teilhaben lassen. Menschen, wie man ihnen hier im Rhein-Main-Gebiet tatsächlich begegnen könnte. An Orten, die es wirklich gibt … man muss sie nur suchen!

Wen also treffen wir in Bull’s Eye – Kein Schuss, ein Treffer? Schauen wir nach!

Cem Aydin

Kriminalhauptkommissar bei der Kripo in Hanau. Cem ist 44 Jahre alt, Vater einer pubertierenden Tochter – Tara – und von seiner Frau Alba geschieden. Obwohl er dadurch im Alltag auf das Auto angewiesen ist, hat Cem sich für eine Wohnung in Rodgau-Weiskirchen entschieden. Und ist somit bewusst der Stadt und ihrer Hektik entflohen.

Die Wohnung ist eigentlich viel zu groß für ihn alleine, aber er genießt den Platz und hat wenigstens ein Zimmer für seine Tara, wenn sie ihn denn mal besuchen kommt. Was sie ruhig öfter tun könnte.

Karrieretechnisch ist er in Hanau irgendwie stecken geblieben. Seit über zehn Jahren auf der gleichen Stelle. Kein lauter Ermittler, keiner, der sich in den Vordergrund drängt oder profilieren will. Was ihn antreibt, ist ein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit und Verantwortung. Gegenüber dem Job, aber vor allem gegenüber den Menschen in seinem Umfeld.

Er bildet mit seinem alten Partner Frank ein eingespieltes Team – oder vielmehr: Er bildete es. Denn Frank fällt aus und Cem muss mit der jungen LKA-Beamtin Silvia zurechtkommen, die ihm als Ersatz zugeteilt wird.

Silvia Bergfeld

Kriminalkommissarin beim LKA in Wiesbaden – und auf eigenen Wunsch aus privaten Gründen nach Hanau abgeordnet. Silvia ist 32 Jahre alt, alleinstehend und gerade aus einer unschönen Beziehung ausgestiegen. Eine Entscheidung, die auch praktische Konsequenzen hatte: Statt in ihrer Wohnung in Wiesbaden lebt sie nun in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung des LKA in der Hanauer Innenstadt.

Silvia ist analytisch, strukturiert und im Team diejenige mit dem Hang zur Perfektion. Sie stammt aus eher gehobenen Verhältnissen – mehr Einfamilienhaus als Mietwohnung. Sie hätte ohne Weiteres Juristin werden können, entschied sich jedoch bewusst für die Polizeilaufbahn. Eine Entscheidung aus Überzeugung, nicht aus Mangel an Alternativen.

Kochen gehört eigentlich zu ihren festen Ritualen. Frisch, gesund, durchdacht. In Hanau jedoch lebt sie gezwungenermaßen von Pizza und Döner – nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil allein Kochen irgendwann seinen Reiz verliert.

Von der Zusammenarbeit mit Cem erhofft sie sich vor allem eines: Erfahrung. Als sie dem „alten Hasen“ zugeteilt wird, muss sie jedoch schnell feststellen, dass sich eine echte Partnerschaft erst entwickeln muss. Aber Silvia wäre nicht Silvia, wenn sie deshalb aufgeben würde.

Ute Krämer

Ute ist das „Hirn“ der Kriminaltechnischen Inspektion – der KTI. Sie ist 39 Jahre alt, Single, hochkompetent und Cem gegenüber durchaus nicht uninteressiert. Leider erkennt der leicht verschusselte Umschwärmte das nicht. Oder er will es schlicht nicht erkennen.

Als mit Silvia eine neue Kollegin ins Team kommt, ist Ute zunächst wenig begeistert. Doch nach und nach stellt sie fest, dass Cem und Silvia zwar als Team gut funktionieren, darüber hinaus aber keine weiterführenden Interessen entwickeln. Eine Erkenntnis, die Ute spürbar entspannt.

Im Arbeitsalltag neigt sie zu trockenem Sarkasmus – besonders dann, wenn Cem in ihrer Gegenwart wieder einmal von seiner Ex-Frau oder den Problemen mit seiner Tochter erzählt. In diesen Momenten wird Ute klar, dass er sie als Kumpel und Kollegen sieht. Und eben nicht mehr. Was sie nicht davon abhält, es immer mal wieder zu versuchen…

Es braucht schon einen gewissen Einsatz, bis es ihr schließlich gelingt, den eher begriffsstutzigen Kollegen tatsächlich zu einem Date zu überreden…

Und wie geht es weiter?

So – damit haben wir die drei Hauptcharaktere der Polizei vereint – im nächsten Blogpost stelle ich Euch dann noch zwei weitere Protagonisten vor. Und erkläre, warum es für mich als Autor wichtig ist, sprichwörtlich „ein Bild“ meiner Figuren vor Augen zu haben. Aber das ist eine andere Geschichte.

Anmerkung

Alle Bilder von Personen sind KI-generiert – Midjourney war hier am Werk. Bis ich sie allerdings so hatte, wie ich sie mir vorstellte, ist eine ganze Zeit vergangen. Und jede Menge Hirnschmalz in die Prompts geflossen.

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