Fisch hat im Norden Tradition und ist inzwischen überall nahezu fangfrisch zu erhalten. Ja, er ist etwas teurer und ich empfehle tatsächlich frischen Fisch! Sucht euch einen „Fischhändler eures Vertrauens“ – ihr werdet es nicht bereuen!
Werfen wir nun einen Blick auf diesen Klassiker der norddeutschen Fischgerichte – leicht, gesund und perfekt für den Alltag. Hendrik liebt es – Du auch?

Zutaten (für zwei Personen)
Für den Fisch:
- ca. 400 g Fischfilet (z.B. Dorsch, Kabeljau, Schellfisch, Seelachs)
- Salz & Pfeffer
- 1 EL Olivenöl (Pfanne) oder 1 TL Öl (Air Fryer)
- Optional: Zitronensaft oder Zitronenscheiben
Für die Bratkartoffeln:
- 500 g festkochende Kartoffeln (gerne vom Vortag)
- 1-2 EL Öl (Pfanne) oder 1 TL Öl (Air Fryer)
- Salz & Pfeffer nach Belieben
- Optional: Paprika edelsüß, Rosmarin, Zwiebeln oder Speckwürfel
Für die Senfsoße:
- 1 Schalotte, gehackt
- 200 ml Milch (oder pflanzliche Alternative nach Geschmack)
- 100 ml Gemüsebrühe
- 70 g gekochte Kartoffeln (für die Bindung)
- 1 TL körniger Senf
- 1 EL Dijon-Senf (wem das zu scharf ist: mittelscharfer Senf tut es auch!)
- 1 TL Honig (oder 1/2 TL Agavendicksaft) – weglassen, wenn man mit Hafermilch arbeitet, die ist schon „süß“
- 1/2 TL Kurkuma
- Salz & Pfeffer
- Dill (frisch)
Wie es gemacht wird
Wir haben die Wahl – Pfanne und/oder Air Fryer! Hendrik hätte sich wohl für Letzteren entschieden, vor allem, wenn er ein Gerät mit zwei Zonen gekauft hat… doch zunächst die Pfannen-Variante:
- Fischfilets waschen und trocken tupfen, salzen, pfeffern.
- 1 EL Ölivenöl in der Pfanne erhitzen – aber Vorsicht, nicht zu heiß werden lassen!
- Fisch bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten pro Seite anbraten, dann Pfanne vom Herd ziehen.
- Nachziehen lassen – und wenn die Kartoffeln noch nicht fertig sind: Fisch im Backofen warm halten (50°C reichen!)
Und im Air Fryer?
- Dorsch leicht ölen (1 TL Öl reicht!), salzen, pfeffern.
- Bei 175°C 8-11 Minuten, je nach Dicke.
- Nach Belieben mit Zitrone garnieren.
Nun zu den Kartoffeln – die Vorbereitung ist für Pfanne und Air Fryer gleich:
- Kartoffeln in Würfel schneiden, 1 – 1,5 cm Kantenlänge.
- Vorkochen und abkühlen lassen (wandelt teilweise die Stärke um)
Wenn die Pfanne zum Einsatz kommt: diese stark erhitzen, 1 EL Öl hinein. Dann die Kartoffelwürfel in die heiße Pfanne geben und 3 – 4 Minuten ohne Rühren anbraten.
Danach auf mittlere Hitze reduzieren, weitere 8 – 10 Minuten braten. Warten, bis sie den gewünschten Grad an „goldbraun“ erreicht haben. Danach salzen.
Optional: Zwiebelwürfel erst in den letzten 2-3 Minuten hinzugeben. Speckwürfel können von Anfang an mit hinein.
Und im Air Fryer? Die Kartoffeln und das Öl in eine Schüssel geben und gut durchmischen – idealerweise sind die Kartoffeln danach rundum mit Öl benetzt.
Temperatur: 180° C, Zeit auf 18 – 22 Minuten. Zwischendurch den Korb durchschütteln oder die Kartoffeln einmal durchmischen. Wer es extra knusprig mag: die letzten 3 Minuten auf 195°C hochschalten.
Speck und oder Zwiebeln würde ich in der Pfanne machen – da hat man sie besser unter Kontrolle!
Tipp: Wer einen modernen Air Fryer mit zwei Zonen und Zeitsynchronisation hat, ist fein raus – einfach die Zutaten in die zwei Zonen verteilen, Zeiten einstellen – und alles wird gleichzeitig fertig!
Fehlt noch die Senfsoße! Und die ist wirklich einfacher als gedacht.
- Die zerkleinerte Schalotte in etwas Olivenöl anbraten.
- Kurkuma und Pfeffer hinzugeben, aber nur kurz mit „aktivieren“ (max. 20-30 Sekunden!)
- Die Milch und die Brühe angießen.
- Die Kartoffel in kleinen Stücken beigeben.
- Alles aufkochen und ca. 5 Minuten köcheln lassen.
- Nun der Zaubertrick: das ganze pürieren! Ja, richtig gelesen! Das macht die Soße schön luftig und sämig.
- Senf und ggf. Honig zugeben und gut einrühren.
- 3 – 5 Minuten ziehen lassen, nicht mehr kochen!.
- Eine halbe Zitrone auspressen und den Saft zugeben – aber vorsichtig! Es soll nicht zu zitronig werden!
- Den Dill zugeben.
- Abschmecken – mehr Senf? Mehr Säure?
Zum Servieren würde ich die Teller auf jeden Fall vorwärmen! Falls der Fisch zum Warmhalten in den Ofen wandert: Teller einfach dazu! Falls nicht: Teller trotzdem in den Ofen… 50°C reichen!
Bratkartoffeln und Fisch auf dem Teller anrichten, die Senfsoße über den Fisch geben und dabei ruhig großzügig sein. Die Kartoffeln würde ich nicht direkt mit der Soße übergießen – wir wollen sie ja kross haben!
Und damit sich nicht nur der Gaumen sondern auch das Auge erfreut: mit etwas frischem Dill oder (krauser) Petersilie garnieren.
Optional: Wer Gemüse zusätzlich reichen möchte – Brokkoli passt hervorragend!
Was das Gericht ausmacht
Für Hendrik wäre der erste Punkt sicherlich: es kann eigentlich gar nicht schiefgehen – das Gericht ist einfach, schnell zubereitet und gelingt immer. Außerdem kann er seinen Air Fryer ausprobieren.
Und: Es erinnert ihn an seine Oma – da gab’s Freitags traditionell Fisch. Und Dorsch ist eine gute Wahl – das Fleisch ist extrem mager, so kommen nur cal 70 – 80 kcal je 100 g zusammen. Dafür enthält der Fisch aber fast 20 g Protein auf 100 g. Vitamin B12, Jod und Selen kommen mit – allerdings nur geringe Mengen an Omega-3.
Die Bratkartoffeln sind ein Kompromiss – aber ein sehr schmackhafter. Und wenn man die Kartoffeln am Vortag kocht, wird die Stärke zumindest teilweise in resistente Stärke umgewandelt. Gut für die Verdauung und den Blutzucker!
Und diese Soße! Einfach lecker – und so ganz ohne den üblichen Schuss Sahne! Und trotzdem cremig!
Kurzum: Hendrik wird nicht der Einzige sein, dem hier das Wasser im Mund zusammenläuft! Das Essen ist ehrlich, grundsolide, leicht und sehr bekömmlich. Einfach gut – und es schmeckt fast jedem!
Für Hendrik ist es das erste Essen nach seiner Rückkehr in das Alte Land – und für Dich? Vielleicht hast Du Lust, Hendrik auf seiner Reise ein Stück zu begleiten…
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