Bull’s Eye – Die Protagonisten – Teil 2

Im letzten Beitrag haben wir das Ermittlerteam getroffen – aber da sind natürlich weitere Charaktere, die ich euch gerne vorstellen möchte. Und die Frage beleuchten möchte, warum es für mich wichtig ist, sprichwörtlich „ein Bild“ von meinen Protagonisten zu haben.

Jan Kroll

Jan ist ein überaus „gereifter“ Mittvierziger, der in der Einsatzzentrale für die Annahme und Verteilung der eingehenden Anrufe – vor allem der Notrufe – zuständig ist. Auch wenn er nur eine Nebenfigur ist, die wir auch wirklich nur am Telefon erleben: Für mich ist es wichtig, ihn mir leibhaftig vorstellen zu können.

Natürlich ist das Bild KI-generiert – es geht auch nicht darum, es im Roman zu veröffentlichen. Aber meine teils ausgeprägten Anfragen an die KI schaffen ein Bild – und mit dem Bild im Kopf entsteht bei mir „Leben“.

Unser Jan hat – so sagt es uns der Roman – „einen viel zu großen Bauch“, einen beeindruckenden graumelierten Vollbart und eine große, etwas altmodisch wirkende Brille.

Er ist der ruhende Pol – jemand, der schon jede Art von Anruf entgegengenommen hat und fast alles gehört, aber wenig gesehen hat. Er verkörpert ein wenig „hessische Gemütlichkeit“ am anderen Ende von Cems Leitung. Auch wenn es mit Cems eigener Gemütlichkeit meist vorbei ist, wenn Jan anruft…

Ingrid Dombrowski

Sie ist die zweite Person, die ich hier vorstellen möchte – eine 97-jährige Ostpreußin, die nicht nur die körperlichen Gebrechen ihres Alters, sondern auch ihre Erinnerungen mit sich herumträgt.

Sie hat zwar eine Nebenrolle im Roman, aber eine zentrale – und sie erlaubt es mir, auch mal hintergründige und nachdenkliche Absätze einfließen zu lassen. Das ist wichtig – wer mit schwarzem Humor arbeitet, muss schon aufpassen, nicht in die Ecke „Klamauk“ abzudriften. Und Ingrid Dombrowski erdet den Roman sozusagen wieder.

Ingrid gibt mir zum Beispiel die Gelegenheit, das Thema „Ostpreußen“ und „Vertreibung“ mit einzubinden, ohne es erklären zu müssen. Sie hat ganz einfach eine „Geschichte in der Geschichte“ und eröffnet mir als Autor Möglichkeiten.

Bärbel Heberer

Bärbel ist die treibende Kraft hinter Band 1. Anfang 60 lebt sie von und für ihre Rolle als häusliche Pflegerin. Und zwar eine, die ihre Patientinnen und Kunden achtet und respektiert!

Unsere Bärbel hat nur ein Problem – sie hat ein altes Werkzeug ihres verstorbenen Mannes, welches sie an ihn erinnert und ihr Halt gibt. Das Dumme ist nur: Das Werkzeug ist nicht ganz ungefährlich und Bärbel hat so einige Probleme damit, „Ottos Maschine“ im Zaum zu halten. Was genau es damit auf sich hat? Nun, das müsst ihr schon selber lesen …

Visualisierte Charaktere, nicht zum Abdruck bestimmt

So, nun sind wir sie alle durch – die Ermittler und die anderen Figuren. Es gibt natürlich noch weitaus mehr davon, aber diese wollte ich mal herausgreifen. Und mir hilft es beim Entwickeln des Plots und während des Schreibens am Text, meinen „Personen“ auch mal in die Augen blicken zu können …

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